Schloss Lenzburg: Friedrich Barbarossa erwartet

13.07.2016 |  Von  |  Denkmalpflege, Events, News
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In die Zeit des Hochmittelalters eintauchen – das ist vom 22. bis 24. Juli auf Schloss Lenzburg möglich. Dann wird ein spektakuläres Mittelalter-Fest gefeiert, denn Kaiser Friedrich I. hat seinen Besuch angekündigt. Das Besucher-Publikum gerät mitten in die Fest-Vorbereitungen und nimmt so an dem Leben von Adeligen, Rittern, Söldnern, Handwerkern, Musikern und des gemeinen Volks Anteil.

Das Szenario ist ein Sommerwochenende im Jahre 1173: Kaiser Friedrich I. – genannt Barbarossa –weilt nördlich der Alpen im Reich. Sein Freund und Kreuzzugs-Mitstreiter, Graf Ulrich IV. von Lenzburg war kurz vorher gestorben, ohne Nachkommen zu hinterlassen. Dies nimmt Barbarossa zum Anlass, die Lenzburg zu besuchen und die Nachfolge zu regeln.


Schloss Lenzburg, Sicht von Südosten (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia - Free Art License)

Schloss Lenzburg, Sicht von Südosten (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia – Free Art License)


Nun wird ein Fest für den Kaiser vorbereitet. Zum grossen Ereignis erscheinen Adelige, Gesandte des Johanniterordens und Handwerker auf und vor der Burg. Musikanten und Schausteller hoffen auf Geschenke des Adels und einen Platz im Tross des Kaisers. Handwerker stellen diverse Gegenstände für die Festlichkeiten her und bauen Bühnen auf. Ritter und Krieger versammeln sich auf der Burg und üben mit den Waffen für den Feldzug nach Italien.


Schloss Lenzburg, Stapferhaus (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia - Free Art License)

Schloss Lenzburg, Stapferhaus (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia – Free Art License)


Höfisches Treiben live miterleben

Besucherinnen und Besucher sind dabei, wenn sich die Crème de la Crème des mittelalterlichen Hochadels Europas auf der Lenzburg die Ehre gibt. Klingende Namen wie z.B. Ita von Pfullendorf-Bregenz, Ehefrau von Albrecht III. von Habsburg, Erbin und einzige Tochter des Grafen Rudolf II., ist ebenso der Einladung gefolgt wie andere adelige Damen, Ritter und sogar ein Bischof.

Ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Themen war unter anderem die neueste und standesgemässe Mode am Hof. Keine höfische Unterhaltung ohne Musik und Tanz! Ein Minnesänger-Duo unterhält den Adel und das Publikum auf der Burg. Tanz war im Mittelalter sehr wichtig, es wurde gehüpft oder geschritten nach Fidel und Gesang, wobei ein Ritter die Hand einer Dame links und rechts hielt. Wie das geht, zeigen die historischen Tänzerinnen und Tänzer bei verschiedenen Darbietungen.

Vom 22. bis 24. Juli findet auf Schloss Lenzburg ein spektakuläres Mittelalter-Fest statt.

Schloss Lenzburg, Innenhof (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia - Free Art License)

Schloss Lenzburg, Innenhof (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia – Free Art License)


Auch das Gefolge gehört dazu

Zu den Adeligen gehören natürlich auch Gefolgsleute und Söldner. Einerseits dienten sie den Adeligen als Leibwache, andererseits nutzten sie eine gute Gelegenheit, um mit den Waffen zu trainieren. Ganz wichtig im Mittelalter waren die vielen Knechte und Mägde. Sie arbeiteten für die Herren und Damen, unterstützten die Handwerker, kochten und bereiteten die Speisen zu. Daneben schauten sie nach den Tieren und den Kindern. Während der Arbeit tauschten sie die neuesten Gerüchte am Hofe aus.


Schloss Lenzburg, Wappenschild am Oberen Torhaus (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia - Free Art License)

Schloss Lenzburg, Wappenschild am Oberen Torhaus (Bild: © Wladyslaw Sojka / www.sojka.photo, Wikimedia – Free Art License)


Mit der Comthurey Alpinum

Die Comthurey Alpinum ist ein Verein, der den Alltag einer Reisegruppe im Hochmittelalter so authentisch wie möglich nachstellt. Dies im Sinne der damaligen Zeit, in der man sich gerne zu Gruppen zusammenschloss, um gemeinsam sicherer zu reisen. Die Comthurey-Mitglieder betreiben ihr Hobby hauptsächlich aus Interesse an lebendiger mittelalterlicher Geschichte, aber auch um ihr Lager, ihre Ausrüstung und ihr Wissen mit historischem Anspruch einem interessierten Publikum zu präsentieren.

 

Artikel von: Museum Aargau
Artikelbild: © obs/Museum Aargau/Daniel Severin

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