Geplantes Denkmalgeschenk der Schweiz an die Uno

15.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege
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Geplantes Denkmalgeschenk der Schweiz an die Uno
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Eine kurze Nachricht war vor wenigen Tagen in allen Medien zu lesen: Die Schweiz will der UNO in Genf ein Denkmal schenken.

Angekündigt wurde das Vorhaben vom Bundespräsidenten der Schweizer Eidgenossenschaft Didier Burkhalter anlässlich einer Festveranstaltung vor der Übergabe des „Prix de la Fondation pour Genève“ vor 1.450 Leuten. Bestätigt wurde dies vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).



Anlass für das geplante Geschenk sind zwei historische Daten: „100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkrieges“ und „75 Jahre Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.“ Das Denkmal ist als Mahnmal gegen das „Vergessen der Opfer von Kriegsverbrechen“ geplant. Die Schweiz wolle damit ein Zeichen für den Frieden setzen und an die Pflichten der Staaten sowie an die Rechte der Kriegsopfer erinnern. Das Denkmal soll im Innern des Völkerbundpalastes (Palais des Nations) in Genf allen Besuchern zugänglich sein. Die Zielsetzung ist nicht zu beanstanden, über das geplante Kunstobjekt selbst kann man jedoch geteilter Meinung sein.

Für die Entwicklung und Realisierung stehen 400.000 Schweizer Franken zur Verfügung. Für diese Summe muss es etwas Grosses, etwas Monumentales werden, denken jetzt sicher viele Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Gross – ja. Monument – nein. Geplant ist eine interaktive Multimedia-Installation – also viel Technik, Licht und bewegte Bilder. Künstler aus der Schweiz und aus dem Ausland dürfen sich dafür bewerben. Das Einladungsverfahren wurde bereits in Angriff genommen, die Vorauswahl erfolgt in Kürze. Wann genau das Denkmal dann eingeweiht werden soll, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.

Was genau ist eine Multimedia-Installation?

Wie gesagt: viel Technik, Licht und bewegte Bilder. Im Prinzip kann man ein Multimedia-Kunstwerk mit einer Lasershow im geschlossenen Raum vergleichen – nur grösser und teurer. Für ein solches Kunstobjekt werden Beamer, Leinwände oder glatte weisse Wände sowie Tontechnik benötigt. Interaktiv bedeutet im Wortursprung: wechselseitiges Aufeinander-Reagieren und hat nichts mit dem Internet zu tun. Doch vielleicht wird noch eine technische Raffinesse eingearbeitet, um das Kunstwerk zu erleben, ohne direkt vor Ort sein zu müssen. Lassen wir uns überraschen. Die Denkmalpflege wird jedenfalls nicht viel Arbeit damit haben.

Im Berliner Naturkundemuseum gibt es eine beeindruckende Multimedia-Installation zum Thema „Kosmos und Sonnensystem“, welche die Besucher bequem im Liegen geniessen. Dort wird der Kosmos mit allen Sinnen erlebbar gemacht. Moment mal, solche Shows bieten doch Planetarien wie das Planetarium in Luzern oder das neue Planetarium mit Sternwarte in Kreuzlingen auch? Eben!



 

Oberstes Bild: Haupteingang des Palais des Nations mit den Flaggen der UNO-Staaten (© Tom Page, Wikimedia, CC)

Über Claudia Göpel

Als gelernte Zahntechnikerin schreibe ich exzellent recherchierte Texte rund um die Themen Zahnmedizin, Allgemeinmedizin, Geriatrie und Gesundheit.
Sie profitieren mit mir als Auftragstexterin zudem von einem reichen Erfahrungsschatz in den Berufsbereichen Gastronomie, Kultur und Recht. Blog- und Fachartikel über Kinder, Tiere (Hunde, Katzen, Vögel, Fische, Reptilien, Kleinsäuger, Vogelspinnen), Pflanzen, Mode, Möbel und Denkmalschutz schreibe ich ebenfalls mit Begeisterung und reichlich Hintergrundwissen.
Zum Ausgleich verfasse ich in meiner Freizeit Kriminalstorys sowie erotische Kurzgeschichten, die unter dem Pseudonym Anastasia in zahlreichen Büchern und Erotik-Magazinen veröffentlicht sind. Ausserdem bin ich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Klinikclown für kranke Kinder in deutschen Krankenhäusern und Hospizen aktiv.


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